Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus

Veranstaltungen

Dienstag, 29. Mai 2018, 18:00 Uhr
Carmen Bärwaldt, die Regisseurin zeigt aus Anlass des 90. Geburtstags ihren Dokumentarfilm:
Sonntagskind. Erinnerung an Charlotte von Mahlsdorf
[18. März 1928 - 30. April 2002]

Eine liebenswerte zärtliche Frau im männlichen Körper - Charlotte von Mahlsdorf, mit bürgerlichem Namen Lothar Wilfried Berfelde - verlässt ihr Lebenswerk - das Gründerzeitmuseum in Berlin-Mahlsdorf – und wandert aus. Die parlamentarische Monarchie Schweden wird ihre neue Heimat. Der Film zeichnet episodisch Charlottes dornigen Lebenspfad nach, von ihr selbst erzählt - mit Grandezza, Humor und überraschender Offenheit. Optisches Zentrum ist Charlottes gründerzeitliches Museum und die Idylle des versunkenen schwedischen Kurortes Porla Brunn.
Eine Geschichte vom Anderssein, von Verstrickung mit der DDR-Staatsmacht, von der Suche nach Harmonie und tolerantem Miteinander auf unserem Planeten Erde.
Dienstag, 12. Juni 2018, 18:00 Uhr
Dr. Angela Plöger, die renommierte Übersetzerin aus dem Finnischen, stellt das von ihr übertragene Werk vor:
KATJA KETTU: FEUERHERZ
Ullstein Verlag

Finnisch-Lappland 1937. Irga, Tochter des Weißen Generals, flieht auf Skiern in die Sowjetunion. Seit sie sich mit einem russischen Kommunisten eingelassen hat,schwebt sie in Lebensgefahr. Sie ist schwanger und hofft, bei ihrem Geliebten ein gutes Leben zu finden. Aber es kommt anders. Ihr Weg führt sie weit in den Norden, in die lebensfeindlichen Straflager von Workuta und schließlich an die Wolga zum kleinen Volk der Mari. Mit sich trägt sie ein lebensbedrohendes Geheimnis ...

»Katja Kettus Sprache hält die Welt in Atem und hebt das Werk auf eine Ebene, die ihresgleichen sucht. Dieser Roman ist ein großartiges Beispiel für die magische Kraft der Literatur.« KALEVA
Dienstag, 26. Juni 2018, 18:00 Uhr
Prof. Dr. Bernd Rabehl, einer der bekanntesten Akteure des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS) hält seinen Vortrag:
Die "Raumrevolution" in den Ideen der Achtundsechziger
Die linke Studentenrevolte von 1968 führte europaweit zu einem "Epochenwechsel". Die Nachkriegszeit war beendet. Die Wohlstandsgesellschaft geriet in Zentraleuropa an ihre Grenzen. Die fernen Kontinente ragten in diesen Erdteil hinein. Sie lieferten nicht nur Rohstoffe. Die Einwohner waren nicht mehr bereit, Kolonialismus, Einflusszonen, Imperialismus und Vormundschaft zu dulden. Eine "Raumrevolution" wurde spürbar, denn die Befreiungskriege in Vietnam, Nahost, Afrika oder Südamerika hielten Einzug in die Metropolen als "Völkerwanderung", Flucht vor Krieg und Elend, Emigration der Facharbeiter und Spezialisten oder als Inszenierung von Kampf und Streit. Die "Achtundsechziger" haben als Idee und Furcht diese Zustand vorweggenommen und in finsteren Utopien vorgetragen.
Dienstag, 10. Juli 2018, 18:00 Uhr
Jochen Stern, der Schauspieler, Jurist, Autor und ehem. politische Bautzen-Häftling (1947-54) kommt zu seiner BUCHPREMIERE:
Die ewige Morgenröte - Teil II: Das Leben ist kein Spiel
Der Zweite Teil befasst sich mit dem Schicksal vieler Jugendlicher in Frankfurt/Oder, in der damaligen Sowjetzone, zwischen den Jahren 1945 – 1948. Die anfängliche Euphorie über den demokratischen Aufbruch schwindet zusehends mit dem gleichzeitigen Beginn der uneingeschränkten Machterhaltung der alleinherrschenden SED. Diese Politik geht zu Lasten der Freiheit und Demokratie. Wobei der sowjetische Geheimdienst NKWD und so mancher deutsche Helfer sich nicht scheuen, vor allem jugendliche Idealisten zu verhaften, sie in das Untersuchungsgefängnis in Potsdam Lindenstraße 54 zu verschleppen, und sie dort unter Folter, Drohungen und Demütigungen zwingen, Schuldeingeständnisse abzulegen, die dann zu hohen Strafen führen.
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